Sereg-Tej arbeitet mit Ida zusammen, um weitere Leistungsverbesserungen zu erzielen

November 30, 2021
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Wenn man das Büro von Sereg-Tej betritt, fallen als erstes die zahlreichen Zertifikate an den Wänden auf. Das Unternehmen ist kontinuierlich unter den besten 16 von insgesamt 450 ungarischen Betrieben mit Holstein-Rindern. Vom ungarischen Zuchtverband für Holstein-Friesian-Rinder wird der Betrieb jährlich für die überdurchschnittliche Milchleistung in kg/Kuh nach Abschluss der Laktation ausgezeichnet. Außerdem hat der Verband 18 Zertifikate für Kühe überreicht, die während ihres Lebens 100.000 kg Milch produziert haben.

Der historische Erfolg von Sereg-Tej ist vor allem auf das erstklassige Zuchtprogramm zurückzuführen. Aber auch die Leitung unter Balázs Csánk, das Team im Betrieb und neue Partner wie Ida haben entscheidend zum operativen Erfolg beigetragen.

Betriebsübersicht

Name

Balázs Csánk

Position

Betriebsleiter

Betrieb

Sereg-Tej Kft

Ort

Seregélyes, Ungarn

Milchkühe

500

Fläche

170-180 Hektar Mais (spezielle Silagehybride) und ca. 150 Hektar Alfalfa für Heulage und Heu

Einführung von Ida

September 2020

Wichtigste Ergebnisse

36-48 Stunden

Hitzestressmeldung früher als SCR

0 tote Kühe

in Melkgruppen bei Hitzestress

16 Tage

Verbesserung bei Zwischenkalbezeit

10% Jährliche Verbesserung

bei Trächtigkeitsrate (erste Belegung)

25-30€

Einsparung pro Kuh/Laktation bei Hormonbehandlungen

Veränderungen sind nicht leicht

Balázs arbeitete seit fast 20 Jahren mit Milchviehhaltern in aller Welt zusammen, bevor er 2019 zum Team von Sereg-Tej stieß. Eine seiner ersten Aufgaben bestand darin, ein neues Betriebsmanagementsystem zu implementieren. Der Übergang war nicht leicht. „Veränderungen umzusetzen ist schwierig, wenn 20 bis 30 Jahre lang nicht auf die Kosten geachtet wurde, sondern alle auf dem Standpunkt stehen ,Das haben wir schon immer so gemacht‘. So gab es viele Einwände gegen Veränderungen beim Fütterungssystem. Wir mussten zeigen, dass dadurch Kosten eingespart werden konnten.“

Eingeführt wurden ein besseres Ernährungsprogramm, hochwertige Futtermittel und eine neue Betriebsstruktur. Darüber hinaus war Balázs ständig auf der Suche nach Möglichkeiten für weitere Leistungsverbesserungen. Mit Technologien zur Überwachung der Tiere war er bereits vertraut. Im Betrieb gab es damals noch SCR-Sensoren für 200-Milchkühe, die vom vorigen Managementteam übernommen worden waren. Als Ágnes Berkes, Verkaufsleiterin bei Kersia, ihm Ida vorstellte, war aber sofort sein Interesse geweckt. „Ágnes und ich sind Partner. Sie ist unvoreingenommen und schlägt Lösungen anstelle von Produkten vor. Wir vertrauen einander, denn wir sind ja aufeinander angewiesen. Als sie mir von Ida erzählte, war ich deshalb bereit, es zu versuchen.“

Ein neuer Partner im Team

Im September 2020 hielt Ida also Einzug bei Sereg-Tej. Die Installation verlief problemlos. „Nach rund 6 Stunden war alles fertig, wesentlich schneller als erwartet. Das ging ruckzuck,“ erzählt er kichernd.

Viele Erwartungen an Ida hatte Balázs nicht. „In den ersten Wochen ist nicht viel passiert. Ida hat Daten von den Kühen gesammelt. Dann aber ging es los.“ Je mehr Ida über die Herde lernte und je mehr Feedback sie vom Team von Sereg-Tej erhielt, desto umfangreicher wurden die Verbesserungen bei der Genauigkeit. „Ida arbeitet immer. Sie ist nie krank und hat auch keine Probleme zu Hause. Und, anders als bei SCR, stehen die Algorithmen nicht fest, sondern sie lernt ständig dazu. Nach den ersten sechs Monaten hatte die Sensitivität gegenüber den Kühen enorm zugenommen.“

Ida arbeitet immer. Sie ist nie krank und hat auch keine Probleme zu Hause. Und, anders als bei SCR, stehen die Algorithmen nicht fest, sondern sie lernt ständig dazu.

Frühe Meldungen entscheiden zwischen Leben und Tod

Die hohe Sensitivität hat sich vor allem im extrem heißen Sommer 2021 ausgezahlt. Bei den 200 Kühen mit zwei Sensoren haben sowohl SCR als auch Ida Verhaltensweisen erkannt. Allerdings gingen die Meldungen von Ida im Durchschnitt 36-48 Stunden früher ein als diejenigen von SCR. „Das Thermometer zeigte 42 Grad in der Sonne an. Auf dem Rückweg vom Melkstand hatte jede zweite Kuh Nasenbluten. Das war ein schrecklicher Anblick. Solche starken Hitzestresssymptome hatte ich nie zuvor gesehen. Mit Ida konnten wir aber schneller eingreifen und so in diesem Sommer Leben retten. Dank der frühen Meldungen sind keine Kühe in den Melkgruppen verendet.“

Mit Ida konnten wir aber schneller eingreifen und so in diesem Sommer Leben retten. Dank der frühen Meldungen sind keine Kühe in den Melkgruppen verendet.

Kontinuierliche Verbesserungen beim Kalben

Verbesserungen gab es nicht nur beim Hitzestress. Darüber hinaus hat Ida eine Optimierung des Zuchtprogramms ermöglicht. „2019 hatte die Zwischenkalbezeit 427 Tage betragen. Im letzten Jahr ging sie auf 416 Tage zurück. Als Teil unseres Teams und integraler Bestandteil des Betriebs hilft uns Ida, die Ziele, die wir uns gesetzt haben, zu erreichen. So können wir inzwischen etwa 400 Tage im Voraus planen,“ berichtet Balázs. Seit Ida zum Team gehört, ist das Hormonprogramm bei Sereg-Tej Geschichte und die freiwillige Wartezeit wurde von 71 auf 55 Tage verkürzt.

Außerdem sorgt Ida dafür, dass das Team informiert wird, wenn eine Kuh kalbt. „Die Meldung von Ida kommt etwa 4 Stunden vor dem Kalben. Bevor die Mitarbeiter den Betrieb verlassen, checken sie die Meldungen, damit nachts nicht überraschend Probleme auftreten. So kommt es nicht mehr dazu, dass Kälber sterben, weil das Kalben nicht erkannt worden ist.“

Ein hervorragender Assistent für Milchviehhalter mit hohem Wert

Damit Ida optimal genutzt werden kann, sind laut Balázs zwei Dinge notwendig. „Zum einen müssen die Basics in Ordnung sein. Wenn man kein gutes Futter hat oder nicht in die Gesundheit der Kühe investiert wird, kann Ida wenig helfen. Zum anderen muss man offen für Veränderungen sein.“ Er erinnert sich an einen Kollegen, der seinen Betrieb besucht und sich nach der Brunsterkennung von Ida erkundigt hat. „Du stellst die falsche Frage. Die Brunsterkennung macht nur 5 % des Potenzials von Ida aus. Was möchtest du sonst noch mit ihr erreichen? Sie kann so viel mehr, und die restlichen 95 % haben es wirklich in sich.“

Was möchtest du sonst noch mit ihr erreichen? Sie kann so viel mehr, und die restlichen 95 % haben es wirklich in sich.

Am Ende des Gesprächs hat Balázs noch eine Frage. „Ich wollte schon immer wissen, wofür ,Ida‘ eigentlich steht.“ Nach einer Pause fährt er fort: „Aber ich glaube, ich kenne die Antwort. Für mich bedeutet es ,Incredible Dairy Assistant‘.“